Präzision ist das A und O der Uhrmacherkunst. Wenn Sie Ihre Uhr in einen Uhrenbeweger einsetzen, wirken die gewählten Einstellungen wie die „Diät“ für das Uhrwerk. Ist diese Diät falsch – zu wenig oder zu viel –, leidet die Ganggenauigkeit Ihrer Uhr.
Hier ist eine Aufschlüsselung dessen, was passiert, wenn die Einstellungen nicht mit der Bewegung übereinstimmen.
1. Das Szenario zu geringer TPD (Unterförderung)
Wenn Ihre Uhr 800 Umdrehungen pro Tag benötigt, Ihr Uhrenbeweger aber auf 500 eingestellt ist, ist das Ergebnis einfach: Die Uhr bleibt stehen.
- Das Symptom: Sie wachen auf und stellen fest, dass Ihre Uhr trotz Uhrenbeweger nicht mehr geht oder ganz stehen geblieben ist.
- Die Langzeitwirkung: Zwar wird der Uhrenbehälter dadurch nicht beschädigt, aber sein Zweck wird dadurch zunichtegemacht. Bei Uhren mit komplexen ewigen Kalendern bedeutet dies das lästige manuelle Zurücksetzen.
2. Das Szenario von zu vielen TPD (Überwicklung)
Wie wir bereits in früheren Artikeln erläutert haben, verfügen moderne Uhren über eine Rutschkupplung, die ein Brechen der Zugfeder verhindert. Ein zu hoher Wert für die Anzahl der TPD (Total Power Devices) ist jedoch weiterhin suboptimal.
- Das Symptom: Die Kupplung ist ständig eingerückt und arbeitet daran, die überschüssige Energie „abzubauen“.
- Die Langzeitwirkung: Dauerhaftes Überdrehen kann zu vorzeitigem Verschleiß der Wickelbrücke und des Kupplungsmechanismus selbst führen. Das ist, als würde man einen Automotor im Leerlauf im roten Drehzahlbereich halten – die Sicherheitsfunktionen funktionieren zwar, aber die Teile werden unnötig beansprucht.
3. Die falsche Richtungseinstellung
Dies ist der häufigste Fehler. Viele Uhrwerke, wie das berühmte Valjoux 7750, lassen sich nur in eine Richtung aufziehen (im Uhrzeigersinn).
- Was passiert: Bei Einstellung auf „Gegen den Uhrzeigersinn“ dreht sich der Rotor frei, ohne in die Aufzugszahnräder einzugreifen.
- Das Ergebnis: Die Uhr verbraucht langsam ihre Gangreserve und bleibt stehen, obwohl sich der Uhrenbeweger den ganzen Tag dreht.
4. Magnetisierungsrisiken bei minderwertigen Wicklern
Wenn Sie keinen abgeschirmten Uhrenbeweger von WatchMatic verwenden, könnte die „falsche Einstellung“ tatsächlich am Motor selbst liegen. Billige, ungeschirmte Motoren, die zu nah am Uhrwerk angebracht sind, können die Spiralfeder magnetisieren.
- Die Konsequenz: Ihre Uhr beginnt plötzlich extrem schnell zu laufen (sie geht Minuten oder Stunden pro Tag vor), sodass eine professionelle Entmagnetisierung erforderlich wird.
- Die WatchMatic-Lösung: Unsere Uhrenbeweger verfügen über unabhängig programmierbare Rotoren. So können Sie die exakte Drehzahl pro Tag (TPD) und Drehrichtung für jede Uhr Ihrer Sammlung individuell anpassen und sicherstellen, dass jedes Stück genau die benötigte Leistung erhält – nicht mehr und nicht weniger.




































